|
|
| |
|
|
NEUES & AKTUELLES
|
Überschussbeteiligung 2010 übersteigt die Nettorendite 27.01.10
Die relativ hohe Überschussbeteiligung ihrer Kunden von 2009 werden die Lebensversicherer auf dem deutschen Markt im laufenden Jahr weitgehend beibehalten.
Die vorliegenden Erklärungen für 2010 jedenfalls unterschreiten das Niveau des Vorjahres nicht oder nur um wenige Prozentpunkte nach dem Komma. Für 2009 hatte die Branche im Schnitt 4,30 Prozent an laufender Verzinsung versprochen. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise waren diese Überschusserklärungen aber nicht unumstritten gewesen. Das Geld würden die Lebensversicherer mit ihren Kapitalanlagen gar nicht mehr verdienen, so die Kritiker. Tatsächlich erzielten die Lebensversicherer bereits 2008 bei der Nettorendite der Kapitalanlagen, also nach Abzug der Kosten, nur noch gut 3,5 Prozent, wie Branchenbeobachter ausgerechnet haben.
Doch die Überschussbeteiligung der klassischen Kapitallebens- und Rentenversicherungen wird nicht allein aus den laufenden Kapitalerträgen finanziert. Auch Sterblichkeits- und Kostengewinne, wenn auch in geringem Umfang, spielen eine Rolle. Vor allem aber haben sich die Lebensversicherer in der Vergangenheit kräftige Finanzpolster zugelegt, die als Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (RfB) in den Bilanzen stehen. Diese sind zwar schmaler geworden, doch sie erlauben offensichtlich noch immer, den Kunden mehr gutzuschreiben, als derzeit an den Kapitalmärkten zu verdienen ist.
Quelle: Charta Versicherungsfax 1/2010 |
|
 |
|
|